Schweden - jetzt

maskenfrei - ohne Impfzwang - selbstbestimmt

Das Brötchen-Problem...

Der regionale Arbeitsmarkt in kürze

In Norrlands Inland bestehen die besten Chancen auf einen Jobb im sozial-pädagogischem und medizinisch-pflegerischen Bereich. Da gibt es praktisch eine Jobgarantie. Auch für handwerkliche Berufe sieht es nicht schlecht aus. Als Schrauber oder Tischler kann man sich zur Not auch selbstständig machen. Auch Altenpfleger und persönliche Assistenten für Behinderte werden immer und überall gesucht, wobei in der Altenpflege zunehmend ein Impfnachweis gefordert wird – die Frage sollte man im Vorfeld mit der Wunsch-Kommune abklären!

Schlechter sieht es für akademische Berufe (außerhalb der oben genannten Gruppen) aus. Sozialwissenschaftliche oder gar humanistische Abschlüsse taugen hier bestenfalls zur Dekoration des Kaminzimmers.  Und wo nicht gerade absoluter Personalmangel herrscht, bekommt man als Ausländer (unabhängig von den Sprachkenntnissen) nur dann den Job, wenn sich wirklich kein auch nur einigermaßen qualifizierter Eingeborener findet. Wobei hier die verwandtschaftliche Nähe zum Chef – und hier sind alle miteinander verwandt – als Qualifikation ausreicht.

Etwas besser wird jetzt die Situation durch drei industrielle Großprojekte. Das mit dem größten Personalbedarf ist der zukünftig größte Batteriehersteller Europas – Northvolt. In der Fabrik in Skellefteå sollen bis zu 6.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Diese ziehen natürlich weitere tausende Arbeitsplätze nach sich, da die neuen Arbeitskräfte wohnen und essen müssen, schulpflichtige Kinder haben etc. Die Kehrseite ist hier natürlich der eskalierende Wohnungsmarkt, nicht zuletzt, weil Northvolt selber als Mieter auftritt und damit natürlich das eh dünne Angebot „aufsaugt“. Wie auch immer, diese Nachfrage wirkt sich auch in Wellen aus, da alle, die aus dem Hinterland einpendeln, eine freie Arbeitsstelle hinterlassen.

Wer gute IT-Kenntnisse hat, sollte auch kein Problem haben, einen Distanzjobb zu bekommen, kann auch ein Gewerbe starten (hier gibt es keine Freiberufler).

Ein eigenes Unternehmen ist so oder so immer eine Alternative. Hierbei ist jedoch die enorme Steuer- und Abgabenlast zu beachten, zumal es keinen nennenswerten Freibeträgen gibt und die Mehrwertsteuer im Regelsatz 25% beträgt (12% für Lebensmittel und reduziert 6% u.a. für Camping) und es keine „Kleinunternehmerregel“ wie in deutschen Landen gibt.

EkST und SozAbg

Die kommunal EkSt liegt – je nach Kommune – bei 30 bis 34%. Bei höheren Einkommen kommt noch eine staatliche hinzu (20% für den Teil des Einkommen über 532.200 SEK p.a.). Die Sozialangaben liegen bei etwa 20% (dazu ggf. die Kirchensteuer).

Die Sozialabgaben werden vom Arbeitgeber getragen, so dass vom Bruttolohn nur die EkSt abgezogen wird. Als Eigenunternehmer muss man die natürlich selber tragen. Verkauft man an private Endkunden mit vollen MwSt-Satz sind also – fast von Anfang an – 60% des Gewinns ein Gewinn der Gesellschaft, nicht des Unternehmers. So erklären sich die insgesamt sehr hohe Preise für Waren und Dienstleistungen, zumal wenig an der Steuer vorbei gemacht wird.


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 2021